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Natürlich ist es bestürzend das sowas wieder passiert, und dann auch noch in Deutschland obwohl doch Gesetze erlassen worden sind die dies versuchen sollten zu verhindern. Aber Gesetze sind nur Rahmenbedingungen für uns Bürger um sich darunter zu bewegen! Wenn sie funktionieren sollten, so etwas zu verhindern, verlieren wir jede Freiheit und begeben uns in die Knechtschaft des Staates. Dies kann niemand wollen und vor allem nicht geduldet werden! Genauso wenig wie Gesetze die nichts bringen. Wenn man nichts zu tun hat, sei es das man nicht genau weiß was man tun kann, sollte man nicht einfach irgendwas tun.
Das Problem bei der Wurzel gepackt wird natürlich auch wieder nicht, es wird noch nicht einmal in Erwägung gezogen. Es schaut so aus, als befürchte man sich die Hände beim ausgraben der Wurzel vom Übel schmutzig zu machen! Aber bitte, es kommt doch nichts als purer Aktionismus heraus, der ihre Handlungsunfähigkeit verschleiert, wieder einmal! Niedersachsen Innenminister Schünemann sollte sich also lieber darüber Gedanken machen, wie man dieser gesellschaftlichen Entwicklung von der Basis aus begegnet und nicht einfach ein Verbotsgesetz in Form gießen was wie ein Betonmantel über dem glühenden Problemen liegt. Ferner bringt ein Verbot zum Kauf oder Vertrieb von Gewalt verherrlichender Software keine Verbesserung wenn man nicht gleich das ganze WWW in Deutschland und der Welt zensiert. Er möchte mir bitte zu gern mal erklären wie er sich dies vorstellt.

Viel mehr sollten sich die Damen von und Herrn von Rot/Schwarz Gedanken darüber machen was junge Menschen zu solchen Taten bewegt, denn die Computerspiele sind es nicht, wie Dr. Bert te Wild von der MHH (Medizinischen Hochschule Hannover) in seiner Studie herausstellt. „Das „Austoben“ in virtuellen Welten wie im Internet oder bei sogenannten Ego-Shootern zum Beispiel, ist eher ein Multiplikator bereits bestehender psychischer Krankheiten, als der Auslöser für solche grauenvolle und zu tiefst verabscheuungswürdige Tat“, so der 37jährige Dr.. „Die Symptome verlagern sich nur auf eine andere Ebene“, so der Dr. Bert te Wild weiter.
Was heißt das nun für die Politiker die Mal wieder nach schnellen Lösungen suchen! Erst einmal sollte man das Problem gesamt gesellschaftlich betrachten, denn es gibt einen Trend dass immer mehr Menschen sich in virtuelle Welten flüchten, um sich ihre im Alltag untersagten Erfolge zu gönnen oder gegen Einsamkeit mit anderen virtuellen Jägern! In einigen Fällen mag es für die Menschen von Vorteil sein (Gruppen und Teamfähigkeit, Disziplin Ordnung siehe WOW), hinzu kommt der bekannte Suchtfaktor wie viele ihn z.B. von Soduko kennen. Aber der Realitätsverlust steht nicht weit entfernt und das ist eine sehr gefährliche Mischung.

Das Problem und eine mögliche Lösungen sind also vielmehr in der Gesellschaft zu finden. Was also tun?
Wie ich finde sollte der soziale Umgang unter und miteinander auf den Prüfstand gestellt werden. Jeder, und damit sind wir ALLE gefragt und niemand ausgeschlossen, sollte sich fragen ob wir uns zu einer Gesellschaft von extremen Egoisten entwickeln und damit emotional abkühlen, oder aber wir Werte und Normen entwickeln die den Umgang mit Menschen auf materielle Dinge reduzieren! So werden wir vermutlich blind für die Probleme für sogenannte Randgruppen. Diese sind, werden immer bestehen, dies ist auch gut so! Aber wir sollten uns fragen wie wir damit umgehen, es sollte sich jeder mal fragen ob es nicht so ist, das wir uns aus angst vor Unbekanntem schneller verschließen, als uns an die Arbeit machen uns mit Menschen wie Bastian B. auseinander zu setzen und wir verstehen und lernen warum sich einige Menschen bewusst in Randgruppen begeben!
Gesetze helfen hier nicht, sie geben nur ein Frame vor, aber keine Lösung, die Lösung muss sich aus jedem selbst entwickeln, nur dann kann die Möglichkeit einer Verbesserung bestehen.
Unter tiefstem Mitgefühl stehe ich offen für Diskussionen bereit.

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