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A22 jetzt!

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die A22 brauchen. Die Grünen sagen A22? Elbvertiefung? Nein danke! Mit der erneuten Elbvertiefung bin ich persönlich auch nicht einverstanden. Weder ökologisch noch wirtschaftlich. Der Hamburger Hafen platzt aus allen Nähten. Und früher oder später wird es aus Platzmangel keine Expansion mehr geben. Daher können wir die letzte Elbvertiefung auch gleich sein lassen. Aber was ist die Alternative? Dann brauchen wir andere Häfen, die den rasant wachsenden Containerzuwachs bewerkstelligen können. Da hätten wir in der Region Wilhelmshaven, Cuxhaven und Bremerhaven. Alle drei verbindet ein zentrales Problem: Die Hinterlandanbindung! Wenn die Warenströme, die ansonsten nach Hamburg “schwimmen” würden nun durch die anderen Häfen abgedeckt werden sollen, dann müssen die auch wirtschaftlich weitertransportiert werden können. Problem Wilhelmshaven: A29 - A1 über Bremen nach Hamburg. Sollten der prognostizierte Güterumschlag im zweistelligen Millionen Tonnen Bereich Realität werden, dann dürfte die A1 der längste Parkplatz Europas werden. Mit den entsprechenden Folgen für die Umwelt. Bremerhaven ereilt das gleiche Schicksal wie Cuxhaven. A27 und dann über Bremen die A1 hoch nach Hamburg und weiter in den wirtschaftlich immer wichtigeren Bereich Osteuropas. Heutzutage entfallen häufig mehr als vier-fünftel der Transportkosten auf die Straße. Wenn keine sinnvolle Hinterlandanbindung besteht, werden die “großen Pötte” weiter an der deutschen Nordseeküste vorbeifahren und gleich Richtung Ostsee schwimmen. Da gibt es natürlich noch das Argument, dass man keine LKW brauche, sondern alles mit Schiffen im Feder-Verkehr lösen könne. Zum Teil sicherlich richtig. Nur besteht hier ein Problem, dass wir auch nicht wollen. Die Abfertigung der Container wird in Zukunft mit wenigen oder so wie in Hamburg schon ganz ohne menschliche Hafenarbeiter auskommen können. Das hieße, dass unsere Häfen als reiner Hub (Schiff kommt rein - anderes Schiff nimmt Container nimmt) quasi keine Wertschöpfung in der Region belässt. Diese Wertschöpfung ist erst zu erzielen, wenn sich die verarbeitende Industrie in der Nähe des Hafens ansiedelt und die Produkte veredelt. Diese Produkte werden aber auch und insbesondere im Inhalt gebraucht. Ohne eine vernünftige Verkehrsanbindung ist da nichts zu machen. Hamburg macht es vor und zeigt uns, wie am Standort die heimische Wirtschaft vom Hafen profitiert. Also, im Sinne einer zukunftsfähigen Infrastruktur- und Wirtschaftspolitik: A22 jetzt! Nähere Infos: www.a22-jetzt.de Bildquelle: www.pro-a22.com

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